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Legale Voyeure
Würde man mich fragen, auf welche Sinnesfähigkeit ich verzichten würde wenn ich es müsste, dann wäre das Sehen ganz am Ende eines unfreiwilligen Verzichts. Durstige Augen sind der schnellste Kanal in unseren Köpfen. Versorgen uns mit Einsicht und Übersicht. Einziger Filter: Unsere Emotion. Diese Weiche entscheidet dann über den weiteren Weg, die Reaktionen, das Lernen, das Interpretieren, das Ablehnen, die entstehenden Begehrlichkeiten oder eine Mischung aus alledem. Klingt metaphilosophisch, definiert aber unsere tägliche Arbeit mit Bildern.
Bei aller Verfügbarkeit über Millionen von Stockbildern, sind die „richtigen“ Bilder selten dabei. Diese zu finden dauert eine Ewigkeit. Diese mit anderen „teilen“ zu müssen, verhilft nicht wirklich bei der Abgrenzung im Sinne des Auftraggebers oder des Projekts. Hier entsteht hin und wieder ein falsches Bild des Aufwands. „Wir nehmen ein Bild aus dem Stock“ heißt es schon mal. Shootings werden dann gerne als „unbezahlbar“ angesehen. Benötigt man die Location in Neukaledonien, die Models mit den auf zwei Jahre ausgebuchten Kalendern, den Hubschrauber, die Araberhengste und ein halbes Dutzend dienlicher Geister zum ohnehin großen Team, dann ist es aufwändig und unbezahlbar für diejenigen, die es nicht brauchen. Davor und danach gibt es noch unzählige Abstufungen dessen, was man machen und haben kann. Obsolet ist jede Aktion, die nicht als Investition betrachtet wird.
Sind Menschen im Focus der Kamera und im Mittelpunkt der Motive, wird es für uns noch spannender. Viele Jahre im Business bringen Routine und Souveränität für sehr viele Situationen mit sich. Dennoch bleibt jede Begegnung unvorhersehbar und aufregend. Insbesondere, wenn die Models Amateure sind.
Treffen wir auf einen Selbstdarsteller oder auf eine introvertierte Person. Ist der Mensch von den unzähligen Casting-Shows „versaut“ und erwartet eine zickige Produktionsleitung und einen tuntenhaft peinlichen Assistenten? Wird es ihn wundern, wenn es ruhig und besonnen zugeht, es kein „Ja Baby, gib mir alles“ -Ruf auf dem Set gibt, Detailverliebtheit mit großartigen Ergebnissen belohnt wird und der Pizzamann zweimal kommen muss, weil es doch länger dauert.
In diesen Momenten sehen wir noch mehr: Persönliche Geschichten, unterschiedliche Kulturen, versteckte Talente, andere Herangehensweisen, neue Blickwinkel im Leben.
faszinierend, erstaunlich, großartig
Mehr unter www.ptj.de
Der Projektträger Jülich betreut und fördert Forschungs- und Innovationsförderprogramme im Auftrag der öffentlichen Hand. Hauptaufgabe in der Arbeit ist die fachliche und administrative Beratung der Antragsteller, die Vorbereitung von Förderentscheidungen, die Projektbegleitung und die Erfolgskontrolle. Daneben beraten und unterstützt der Projektträger die Fachreferate in den Ministerien bei der Konzeption von Förderprogrammen und Förderinitiativen auf europäischer und internationaler Ebene. PtJ ist somit eine wichtige Säule in der deutschen Forschung.
OH! schreibt's sich auf die Fahne
Friss Staub!

